Die Multimomentstudie als statistisches Modell zur Festlegung von zeitlichen Strukturen

Statistiken sind nur aussagekräftig, wenn sie so gestaltet werden, dass sie repräsentativ und inhaltlich mit vergleichbaren Werten gefüllt sind. Die Multimomentstudie als Grundbestandteil einer statistischen Auswertung hat sich dabei in der Vergangenheit bestens bewährt.

Was ist die Multimomentstudie?

Im Rahmen der Multimomentstudie erfasst man im Rahmen von verschiedenen Stichprobenprüfungen, die zu repräsentativen und unterschiedlichen Zeiten erfolgen müssen, statistische Werte über die Arbeitsabläufe eines Teams, eines Mitarbeiters oder einer Maschine. Generell werden dabei einzelne Momente und Augenblicke, einzelne Tätigkeiten und Aufgabenabschnitte beleuchtet. Bei einer ausreichenden Anzahl von Stichproben kann man von einem repräsentativen Ergebnis sprechen. Ziel des Verfahrens ist es, zu erfahren, wie sich der Arbeitsalltag von Mitarbeitern aufteilt, welche Zeiten für welche Tätigkeiten am Tag notwendig sind und vieles mehr. Dabei hat das Verfahren der Multimomentstudie viele Vorteile.

Warum es die Multimomentstudie sein sollte?

Wenn man die Arbeitsabläufe der Mitarbeiter kennen möchte und genau wissen will, wie viel Prozent der täglichen Arbeitszeit für welche Tätigkeit eingesetzt werden, ist doch die einfachste Möglichkeit, den Mitarbeiter einfach für mehrere Arbeitstage zu beobachten und akribisch über jeden seiner Schritte Buch zu führen. Anschließend wertet man die Ergebnisse aus und man hat ein genaues Bild vom Tagesablauf des Mitarbeiters.

Diese Variante der Ermittlung von Tagesabläufen wäre natürlich möglich. Der Aufwand steht hierbei allerdings in keinerlei Bezug zum Erfolg. Denn für die Dauer der Beobachtung müsste ja ein anderer Mitarbeiter den zu beobachtenden Mitarbeiter durchgehend beobachten. Für ein und dieselbe Arbeit wären also letztlich zwei Personen gebunden. Und auch, wenn man solche Beobachtungen mit technischen Hilfsmitteln durchführen könnte, bleibt letztlich der extrem hohe Kostenfaktor für eine solche Rundumbeobachtung bestehen. Hinzu kommt, dass eine dauerhafte „Überwachung“ von Mitarbeitern zumindest aus datenschutzrechtlichen Gründen extrem bedenklich wäre, vom Verlust des Wohlfühlfaktors auf der Arbeit ganz zu schweigen.

Aus diesem Grund musste man eine Methode entwickeln, die sowohl was den Datenschutz angeht, als auch was die störenden Effekte auf die Mitarbeiter angeht, völlig unbedenklich ist. Mit der Multimomentstudie hat man eine solche Möglichkeit gefunden.

Wie wir die Multimomentstudie für Sie einsetzen und begleiten

Will man einen genauen Überblick über die Tätigkeit der eigenen Mitarbeiter, beginnt die Multimomentstudie damit, dass wir repräsentative Erhebungszeiträume und -momente festlegen. Zu diesen Erhebungszeiträumen und -momenten werden die in diesen ausgeführten Tätigkeiten der Mitarbeiter erfasst. Wenn diese Multimomente richtig und repräsentativ gewählt sind in der Verteilung, dann lassen sie einen zuverlässigen Rückschluss über die Tätigkeitsverteilung der Mitarbeiter zu. War ein Mitarbeiter beispielsweise bei 20 % aller Stichprobenprüfungen mit dem Kopieren von Dokumenten beschäftigt, kann man davon ausgehen, dass in der Tat 20 % der Tätigkeit des Mitarbeiters aus dem Fertigen von Kopien besteht. So können Sie sich kostengünstig und völlig rechtskonform einen relativ genauen Überblick über den Arbeitsalltag Ihrer Mitarbeiter verschaffen.